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Mittwoch, 15. September 2010

Product Placement

Sommerzeit ist neben dem obligatorischen Sommerloch auch die Zeit, in der im Kino die sogenannten Sommer-Blockbuster laufen. Die Kino-Filme, die vom Studio aus viel Geld einspielen sollen. Und das nicht nur durch die Zuschauerzahlen, nein mittlerweile kassieren die Filmstudios auch gehörig durch das sogenannte Product Placement ab. Bei dem stellen Firmen ihre Produkte zur Verfügung und zahlen dann auch noch einen Werbekostenzuschuss, damit der Held auch ja mit ihrem Mobiltelefon seine SMS schreibt und den neuesten SUV fährt. Und selbst bei Getränken macht das Ganze nicht halt, denn was wäre James Bond ohne seinen Dom Perignon oder Hitch ohne seinen Grey Goose Martini.

Es kann aber auch ein klein wenig anders sein.
Ab und an will das Studio auch ein bestimmtes Produkt haben, weil es zu Story oder Protagonisten gehört. So auch in der neuen A-Team Verfilmung. Hier sieht man an öfterer Stelle die Jungs einen Mint-Julep trinken. Das ist aber nicht irgendeiner, nein es ist "The Colonel's Choice" eine Eigenkreation von der Watt's-Cocktailbar, die dem Charakter des Colonel Hannibal Smith besonders gut gefiel und er e auch seinem Team nähergebracht hatte, wird auf der DVD dann unter Extra zu sehen sein.

Dieser Julep ist eine vollendete Komposition aus Maker's Mark Whisky, hausgemachter Aprikosenmarmelade, dazu Giffard Apricot du Roussillon, ein klein wenig frischer Zitronensaft, natürlich frischeste Minze und Kardamon-Bitters aus eigener Herstellung.

Dieser fruchtig frische Drink stillte nicht nur stilvoll den Durst von unserem liebsten aller Alpha-Teams, nein er half natürlich auch Hannibal und später Face ihre genialen Pläne auszutüfteln. Denn genau wie die Zutaten eine perfekte Mischung sind, ist es am Ende ja auch immer das Folgende:

"I love it when a plan comes together!"




Mittwoch, 20. Januar 2010

Neuer Post

Ein neuer Post? Wirklich wie kommt denn dieser Blog zu so einer Ehre?
Es ist ja wirklich sehr ruhig geworden in letzter Zeit. Der ganze Dezember fehlt ja praktisch. Nun gut, starker Monat und viel zu tun gehabt, ganz im Gegensatz zum Jahresanfang, bei dem ich es eher ruhig anging.
Was bisher geschah:
Definitiv fehlt wohl die Berichterstattung über meinen fantastischen Zeitungsartikel in der BNN zum Thema Gewürze und Cocktails und daraufhin auch noch ein Auftritt auf der Christkindlesmarkt-Bühne. Meine Güte, ohne falsche Bescheidenheit ich werde wohl noch eine lokale Berühmtheit hier in Ettlingen, genau wie Denny Crane in Boston. Jetzt fehlen nur noch Radio und TV.
Sylvester muss man natürlich erwähnen, weil es einfach ein fantastischer Abend war und der absolute Schaumwein-Ausverkauf, bei dem jeglicher Crémant und alles an Champagner konsumiert wurde. So sollte es jeden Tag sein.
Gut am ersten Montag als die Bar wieder offen hatte, trank ein verliebtes Pärchen drei Flaschen Dom Perignon. Übrigens musste der Mann die letzte Flasche laut unbestätigten Gerüchten leider selber trinken.
Dann gab es leider noch die Schneemassen die ganz Deutschland und auch einen Teil unseres Zeltanbaus lahmlegten. Zum Ende des Monats steht es wieder, wenn am 30.01 zur Nachtkultur Pirm-Jam wieder das Haus rocken.

P.S. Nachträglicher Vorsatz zum neuen Jahr: versuchen etwas mehr hier im Blog zu machen (mit halbherzigen Beiträgen wie diesem hier ;-)

Mittwoch, 25. November 2009

Die Firma

Jetzt hat es doch wieder etwas länger gedauert für einen neuen Blogeintrag.

Nun gut, wir haben mittlerweile Mitte Dezember und dieser Eintrag wird zurückdatiert gesendet. Nein ich kann nicht Zeitreisen, ab und an kommt es einem nur vor, dass man mit den Wochentagen durcheinanderkommt. Besonders, wenn zum Beispiel sich die Schichten von einem Kollegen ändern: " Markus, du da? Ist heute schon Freitag?" " "Nein, ich habe getauscht, wir sind wirklich noch bei Mittwoch."
Ob Mittwoch oder Freitag, wir sind in der Zeit, in der wir Weihnachtsfeiern haben. Und da ist alles dabei:
Firmen, die sich Abends bei uns treffen, zum Beisammensein, Essen und Trinken, aber jeder zahlt seine Dinge selbst, also fast wie ein Klassentreffen.
Firmen, die erst Tagungen haben und dann ein Abendessen im Weihnachtlichen Sinne, was für eine Kombo.
Dann natürlich auch Weihnachtsfeiern getreu dem Motto: "Es geht alles auf die Firma!"
Am beste wäre da ein Beispiel von letztem Jahr an einem Freitag.
Wir hatten bei uns im Watts schon von vorneherein volles Haus. Dann ging es so kurz nach neun auch bei uns an der Cocktailbar los. So kam der erste Tisch von der Brasserie zu uns rüber und schon direkt nachdem der Erste etwas zu trinken bestellt hatte hieß es "Es geht alles auf die Firma." "Ok, gut. Welche Firma?" "Wir haben drüben schon unterschrieben." "Ach so sie haben im Restaurant schon ein Konto."
Natürlich hatte die Firma da schon schön gegessen und wollte jetzt bei uns noch schöner trinken, aber es sind zwei verschiedene Kassen und wir müssen so eine neue Rechnung aufmachen, und wissen in dem Moment natürlich nicht, wie die Firma heißt.
So eine halbe oder dreiviertel Stunde ging es weiter, mit dem nächsten Grüppchen, das zu uns rüber kam. Noch bevor irgendjemand etwas bestellte oder wir großartig Guten Abend sagen konnten, kam der schöne Spruch "Es geht alles auf die Firma!" Wunderbar, denn wir sehen jedem ja an für welche Firma er arbeitet, oder ob er von der Villa Watthalden 'Hartmaier' kommt, die nebenan ist und auch separat läuft. Die andere Gruppe die an dem Abend diese Phrase zum Besten gab war ja auch mit Anzug unterwegs statt Charketeristischen Firmenklamotten und wir konnten nur ahnen, das es zumindest auf die Firma läuft.
Die Firma? - was versteht man eigentlich darunter?!
Irgendeine Institution, Behörde, Betrieb oder Gesellschaft oder einfach eine Firma? Denn 'die Firma' dürfte es wohl kaum sein, denn es werden in den seltensten Fällen mehr als 2-3 CIA Agenten gleichzeitig an einem Ort sein, perfektes Deutsch sprechen und dann auch noch behaupten von der Firma zu sein.
Vielleicht denken die werten Herren ja, das man den Heiligenschein auf dem der Firmenname, sowie die volle Anschrift draufsteht wirklich lesen kann.
Leider ist dem nicht so und wir haben oftmals wirklich etwas Forschungsarbeit zu leisten um da Abhilfe zu schaffen.

Montag, 16. November 2009

Macallan Sour, oder auch Markenbestellung

Man kennt es ja aus Filmen, der smarte Held oder di noch smartere Heldin sind in einer Bar, einem Club oder sonstwo, wo man etwas zu trinken bestellen kann. Und es wird ja nicht irgendwas bestellt, nein, es wird explizit bestellt.
"Einen Frey Foose Martini, dirty." oder auch "Cacardi Mojito, bitte!"
Nicht schlecht dieses Markenbranding, denn der Bartender braucht nicht mehr nach der favorisierten Rum oder Vodkamarke im Getränk fragen, wenngleich s doch ein zwei Probleme gibt, wenn die gewünschte Spirituose nicht im Haus ist.

Dieses Markenbewusstsein hat meiner Meinung drei Gründe:

Erstens: Die entsprechende Marke war die erste verfügbare für einen selbst oder die erste, die auf dem Markt erhältlich war, und das über Jahre. So prägte sich der Name der Marke ein und wird entsprechend mit dem Cocktail Longdrink in Verbindung gebracht, da es ja keine andere Marke gab oder auch gibt (schniff, meine Nase läuft, hat mal jemand ein Tempo?). Deswegen wird so mancher Rum-Coke oder auch Shot mit einem Markenbranding bestellt.

Zweitens: Die ensprechende Marke macht gut Werbung, in Print oder auch wie ganz oben erwähnt in Film und Fernsehen, neuerdings besonders in Videospots. Und ist es nicht einfach cool dasselbe zu trinken wie sein Idol oder Filmheld etc. Ja es ist cool und wenn James Bond gerne Bollinger Grand Année trinkt muss ich das wohl auch mal versuchen, genauso wie einen Scotch und eine Zigarre am Ende der Woche mit einem Kollegen zusammen auf einem Balkon in einem weißen Sessel.

Drittens: Die entsprechende Marke wird geordert, weil sie doch wirklich das Rennen gemacht hat bei der Person die sie in ihrem Drink möchte. Da ja jeder etwas andere Vorlieben hat was seinen Geschmack angeht ist es doch besonders schön, dass man mittlerweile so eine verdammt große Auswahl hat um wirklich das passende zu finden. Aus 20-30 verschiedenen Gins den richtigen für seinen Gin Tonic zu finden ist wirklich machbar, sofern einem ab undan ein Bartender auch mal hilft und einem einen anderen Gin nahelegt (So auch in der Watt`s Cocktailbar geschehen, auf http://www.qype.de/review/1108137#comments nachzulesen, wenngleich es 5 cl Gin waren).

Andere probierten mal verschiedene Whisk(e)ys in ihrem Whiskey-Sour und kommen da sogar auf den Schluss, das der Macallan Fine Oak 12 y.o. der beste für sie sei. So kommt ein befreundeter Kollege ab und an noch nach Feierabend zu mir an die Bar und bestellt einen Macallan Sour, mit Orangenzesten-finish (Und nein, es geht dabei wirklich nicht um Dekadenz, sonst wäre es ein Macallan 1936). Und auch ein anderer Stammgast bestellt seinen Gin Tonic mit seinem neuen Lieblingsgin, den er mittlerweile bei uns gefunden hat.


P.S. Was macht der Plüsch-Löwe auf dem Bild?

Mittwoch, 28. Oktober 2009

Endlich Rum

Beim ersten Post angekündgit, aber bisher noch nicht eingehalten:
Der Nektar der Götter als weiteres Blogthema - Rum (die Spirituose aus dem Zuckerrohr)
Den Anfang mit dem Thema Rum macht eine kleine Privat-Veranstaltung in der "Casa Che-Romana"
In dieser kleinen Bar/Lounge/Wohnung findet ein Rum-Flight statt, heißt es werden ganz typisch ein paar Rums (5 an der Zahl) von verschiedenen Inseln und Ländern erst blind verkostet und dann vorgestellt. Vorneweg gibt es dann noch einen passenden leichten Rum-Cocktail als Aperitif sozusagen. Währenddessen etwas Fingerfood und danach noch einen Digestiv-Cocktail. Hört sich doch ganz nett an, oder?!
Die Teilnehmerzahl ist zwecks der gemütlichen Atmossphäre auf 6 Personen begrenzt.
Der Termin ist der 08.November um 19 Uhr MEZ

Üerhaupt zu Rum: ist euch schon einmal aufgefallen, in wie vielen Wörtern das Wort Rum mit drinnen steckt? Rumlaufen, rumreden, warum?, darum!

Mittwoch, 2. September 2009

Marktfest Impressionen

Ja das Marktfest in Ettlingen, das war schon was. Als allererstes muss man ein Zitat wiedergeben:

"Das ist ein wohl ein Durchlaufstand. Wunderbar geeignet um durchzulaufen."

Wohl war, die meisten liefen wirklich vorbei, zumindest bis es dunkel wurde und sie den Weg wohl nicht mehr sahen.

Hier sieht man noch zur frühen Stunde am Sonntag die Leute durhclaufen.

Dann noch ein paar Bilder von diesem Tage (Samstag habe ich leider vergessen welche zu machen, Schade).















Und hier noch Ron und Rex in Aktion!
Die zwei waren ganz weit vorne dabei!

Mittwoch, 26. August 2009

Marktfest Ettlingen

Nochmal Werbung in eigener Sache:
Dieses Wochenende findet am Samstag und Sonntag (29-30.8.2009) hier in Ettlingen das Markfest in der historischen Altstadt statt.
Meine Wenigkeit wird auch dabeisein und an einem Stand in der Leopoldstraße, ein umgebautes UPS-Mobil und dort Getränke gegen den Durst anbieten, wie Mojito, der ewige Dauerbrenner die Caipirinha oder Cuba Libre. Dabei auch erfrischendes Pils von Welde und für die Softdrinkers von Fritz Cola etwas. Als besonderes Schmankerl bieten wir dann auch noch 3-4 Rumsorten zum pur genießen an, etwas Nelson's Blood eben. 
Wie sagt dann als der Roman: Vorbeikommen lohnt sich oder ist einfach als 'Muss' zu bezeichnen!

Dienstag, 18. August 2009

Texas Weeks

Dieser Post kommt jetzt einen Tag verspätet, aber ich hatte ja frei.
Aber das muss ich noch in fast eigener Sache loswerden.
Vom 16.08 - 30.08.2009 sind die TEXAS WEEKS im Watt's
2 Wochen lang tolle Gerichte vom BBQ-Grill in unserem Biergarten und aus der WaTT`s Küche, dazu das Special Spare Ribs "SATT", essen soviel Sie können für 11,80€.
Und passend dazu gibt es sommerlich erfrischende Whiskey-Drinks von mir aus der Cocktailbar.
Den einen, vielleicht auch anderen werde ich noch näher vorstellen.
Vorbeikommen lohnt sich, mal wieder!

www.watts.de

[Es heißt ja in letzter Zeit immer wieder, wenn jemand Werbung für etwas macht, in welcher Beziehung er zu dem Produkt oder dergleichen steht, damit die Sache Transparenz ist.
Da ich im Watt's der Chefbarkeeper bin, sei mir Werbung für meinen Betrieb und meine Bar und mich selbst gestattet.]

Montag, 6. Juli 2009

Trends der Zeit

Im Eröffnungspost schrieb ich, das dieses Blog gewissermaßen dem Trend der Zeit mitschwimmt, weil es nunmal momentan "in" ist ein Blog zu haben.

Trends sind ja auch Veränderungen, die beobachtbar sind, etwas schwerer lassen sie sich bemessen, aber immer sind diese Veränderungen und Strömungen in den unterschiedlichsten Bereichen der Gesellschaft da. Einige Trendsetter wollen von sich aus die Trends pushen, andere fabrizieren un beabsichtigt welche. Sei es Kleidung der neu eröffnete Club oder die Art wie die Jugend heute redet. Sind doch alles gewissermaßen Trends.

So auch in der Gastronomie, besonders bei den Getränken: vor 10 - 20 Jahren tranken wir noch Winzersekte, wo heute Prosecco auf der Karte steht. Passend dazu gibt es mittlerweile den Prosecco Crodino, wer hätte das vor fünf Jahren gedacht, hier in Karlsruhe und Ettlingen.

Bei Cocktails gibt es genauso Trendrichtungen, die zu beobachten sind. Das wir als Barkeeper wieder mehr Wert darauf legen, hochwertige Spirituosen und frisch gepresste Säfte zu benutzen und uns wieder an die klassischen Rezepte halten ist das eine. Das andere was man wirklich auf den Wettbewerben beobachtet ist, das der sogenannte Cuisine Style (auch gerne Liquid Kitchen genannt) in aller Munde ist. Frische Kräuter und Gewürze in Cocktails verwenden, die auf bekannten Klassikern beruhen und dann leicht modifiziert dem Trend der Zeit.