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Mittwoch, 15. September 2010

Product Placement

Sommerzeit ist neben dem obligatorischen Sommerloch auch die Zeit, in der im Kino die sogenannten Sommer-Blockbuster laufen. Die Kino-Filme, die vom Studio aus viel Geld einspielen sollen. Und das nicht nur durch die Zuschauerzahlen, nein mittlerweile kassieren die Filmstudios auch gehörig durch das sogenannte Product Placement ab. Bei dem stellen Firmen ihre Produkte zur Verfügung und zahlen dann auch noch einen Werbekostenzuschuss, damit der Held auch ja mit ihrem Mobiltelefon seine SMS schreibt und den neuesten SUV fährt. Und selbst bei Getränken macht das Ganze nicht halt, denn was wäre James Bond ohne seinen Dom Perignon oder Hitch ohne seinen Grey Goose Martini.

Es kann aber auch ein klein wenig anders sein.
Ab und an will das Studio auch ein bestimmtes Produkt haben, weil es zu Story oder Protagonisten gehört. So auch in der neuen A-Team Verfilmung. Hier sieht man an öfterer Stelle die Jungs einen Mint-Julep trinken. Das ist aber nicht irgendeiner, nein es ist "The Colonel's Choice" eine Eigenkreation von der Watt's-Cocktailbar, die dem Charakter des Colonel Hannibal Smith besonders gut gefiel und er e auch seinem Team nähergebracht hatte, wird auf der DVD dann unter Extra zu sehen sein.

Dieser Julep ist eine vollendete Komposition aus Maker's Mark Whisky, hausgemachter Aprikosenmarmelade, dazu Giffard Apricot du Roussillon, ein klein wenig frischer Zitronensaft, natürlich frischeste Minze und Kardamon-Bitters aus eigener Herstellung.

Dieser fruchtig frische Drink stillte nicht nur stilvoll den Durst von unserem liebsten aller Alpha-Teams, nein er half natürlich auch Hannibal und später Face ihre genialen Pläne auszutüfteln. Denn genau wie die Zutaten eine perfekte Mischung sind, ist es am Ende ja auch immer das Folgende:

"I love it when a plan comes together!"




Mittwoch, 20. Januar 2010

Neuer Post

Ein neuer Post? Wirklich wie kommt denn dieser Blog zu so einer Ehre?
Es ist ja wirklich sehr ruhig geworden in letzter Zeit. Der ganze Dezember fehlt ja praktisch. Nun gut, starker Monat und viel zu tun gehabt, ganz im Gegensatz zum Jahresanfang, bei dem ich es eher ruhig anging.
Was bisher geschah:
Definitiv fehlt wohl die Berichterstattung über meinen fantastischen Zeitungsartikel in der BNN zum Thema Gewürze und Cocktails und daraufhin auch noch ein Auftritt auf der Christkindlesmarkt-Bühne. Meine Güte, ohne falsche Bescheidenheit ich werde wohl noch eine lokale Berühmtheit hier in Ettlingen, genau wie Denny Crane in Boston. Jetzt fehlen nur noch Radio und TV.
Sylvester muss man natürlich erwähnen, weil es einfach ein fantastischer Abend war und der absolute Schaumwein-Ausverkauf, bei dem jeglicher Crémant und alles an Champagner konsumiert wurde. So sollte es jeden Tag sein.
Gut am ersten Montag als die Bar wieder offen hatte, trank ein verliebtes Pärchen drei Flaschen Dom Perignon. Übrigens musste der Mann die letzte Flasche laut unbestätigten Gerüchten leider selber trinken.
Dann gab es leider noch die Schneemassen die ganz Deutschland und auch einen Teil unseres Zeltanbaus lahmlegten. Zum Ende des Monats steht es wieder, wenn am 30.01 zur Nachtkultur Pirm-Jam wieder das Haus rocken.

P.S. Nachträglicher Vorsatz zum neuen Jahr: versuchen etwas mehr hier im Blog zu machen (mit halbherzigen Beiträgen wie diesem hier ;-)

Mittwoch, 25. November 2009

Die Firma

Jetzt hat es doch wieder etwas länger gedauert für einen neuen Blogeintrag.

Nun gut, wir haben mittlerweile Mitte Dezember und dieser Eintrag wird zurückdatiert gesendet. Nein ich kann nicht Zeitreisen, ab und an kommt es einem nur vor, dass man mit den Wochentagen durcheinanderkommt. Besonders, wenn zum Beispiel sich die Schichten von einem Kollegen ändern: " Markus, du da? Ist heute schon Freitag?" " "Nein, ich habe getauscht, wir sind wirklich noch bei Mittwoch."
Ob Mittwoch oder Freitag, wir sind in der Zeit, in der wir Weihnachtsfeiern haben. Und da ist alles dabei:
Firmen, die sich Abends bei uns treffen, zum Beisammensein, Essen und Trinken, aber jeder zahlt seine Dinge selbst, also fast wie ein Klassentreffen.
Firmen, die erst Tagungen haben und dann ein Abendessen im Weihnachtlichen Sinne, was für eine Kombo.
Dann natürlich auch Weihnachtsfeiern getreu dem Motto: "Es geht alles auf die Firma!"
Am beste wäre da ein Beispiel von letztem Jahr an einem Freitag.
Wir hatten bei uns im Watts schon von vorneherein volles Haus. Dann ging es so kurz nach neun auch bei uns an der Cocktailbar los. So kam der erste Tisch von der Brasserie zu uns rüber und schon direkt nachdem der Erste etwas zu trinken bestellt hatte hieß es "Es geht alles auf die Firma." "Ok, gut. Welche Firma?" "Wir haben drüben schon unterschrieben." "Ach so sie haben im Restaurant schon ein Konto."
Natürlich hatte die Firma da schon schön gegessen und wollte jetzt bei uns noch schöner trinken, aber es sind zwei verschiedene Kassen und wir müssen so eine neue Rechnung aufmachen, und wissen in dem Moment natürlich nicht, wie die Firma heißt.
So eine halbe oder dreiviertel Stunde ging es weiter, mit dem nächsten Grüppchen, das zu uns rüber kam. Noch bevor irgendjemand etwas bestellte oder wir großartig Guten Abend sagen konnten, kam der schöne Spruch "Es geht alles auf die Firma!" Wunderbar, denn wir sehen jedem ja an für welche Firma er arbeitet, oder ob er von der Villa Watthalden 'Hartmaier' kommt, die nebenan ist und auch separat läuft. Die andere Gruppe die an dem Abend diese Phrase zum Besten gab war ja auch mit Anzug unterwegs statt Charketeristischen Firmenklamotten und wir konnten nur ahnen, das es zumindest auf die Firma läuft.
Die Firma? - was versteht man eigentlich darunter?!
Irgendeine Institution, Behörde, Betrieb oder Gesellschaft oder einfach eine Firma? Denn 'die Firma' dürfte es wohl kaum sein, denn es werden in den seltensten Fällen mehr als 2-3 CIA Agenten gleichzeitig an einem Ort sein, perfektes Deutsch sprechen und dann auch noch behaupten von der Firma zu sein.
Vielleicht denken die werten Herren ja, das man den Heiligenschein auf dem der Firmenname, sowie die volle Anschrift draufsteht wirklich lesen kann.
Leider ist dem nicht so und wir haben oftmals wirklich etwas Forschungsarbeit zu leisten um da Abhilfe zu schaffen.

Montag, 16. November 2009

Macallan Sour, oder auch Markenbestellung

Man kennt es ja aus Filmen, der smarte Held oder di noch smartere Heldin sind in einer Bar, einem Club oder sonstwo, wo man etwas zu trinken bestellen kann. Und es wird ja nicht irgendwas bestellt, nein, es wird explizit bestellt.
"Einen Frey Foose Martini, dirty." oder auch "Cacardi Mojito, bitte!"
Nicht schlecht dieses Markenbranding, denn der Bartender braucht nicht mehr nach der favorisierten Rum oder Vodkamarke im Getränk fragen, wenngleich s doch ein zwei Probleme gibt, wenn die gewünschte Spirituose nicht im Haus ist.

Dieses Markenbewusstsein hat meiner Meinung drei Gründe:

Erstens: Die entsprechende Marke war die erste verfügbare für einen selbst oder die erste, die auf dem Markt erhältlich war, und das über Jahre. So prägte sich der Name der Marke ein und wird entsprechend mit dem Cocktail Longdrink in Verbindung gebracht, da es ja keine andere Marke gab oder auch gibt (schniff, meine Nase läuft, hat mal jemand ein Tempo?). Deswegen wird so mancher Rum-Coke oder auch Shot mit einem Markenbranding bestellt.

Zweitens: Die ensprechende Marke macht gut Werbung, in Print oder auch wie ganz oben erwähnt in Film und Fernsehen, neuerdings besonders in Videospots. Und ist es nicht einfach cool dasselbe zu trinken wie sein Idol oder Filmheld etc. Ja es ist cool und wenn James Bond gerne Bollinger Grand Année trinkt muss ich das wohl auch mal versuchen, genauso wie einen Scotch und eine Zigarre am Ende der Woche mit einem Kollegen zusammen auf einem Balkon in einem weißen Sessel.

Drittens: Die entsprechende Marke wird geordert, weil sie doch wirklich das Rennen gemacht hat bei der Person die sie in ihrem Drink möchte. Da ja jeder etwas andere Vorlieben hat was seinen Geschmack angeht ist es doch besonders schön, dass man mittlerweile so eine verdammt große Auswahl hat um wirklich das passende zu finden. Aus 20-30 verschiedenen Gins den richtigen für seinen Gin Tonic zu finden ist wirklich machbar, sofern einem ab undan ein Bartender auch mal hilft und einem einen anderen Gin nahelegt (So auch in der Watt`s Cocktailbar geschehen, auf http://www.qype.de/review/1108137#comments nachzulesen, wenngleich es 5 cl Gin waren).

Andere probierten mal verschiedene Whisk(e)ys in ihrem Whiskey-Sour und kommen da sogar auf den Schluss, das der Macallan Fine Oak 12 y.o. der beste für sie sei. So kommt ein befreundeter Kollege ab und an noch nach Feierabend zu mir an die Bar und bestellt einen Macallan Sour, mit Orangenzesten-finish (Und nein, es geht dabei wirklich nicht um Dekadenz, sonst wäre es ein Macallan 1936). Und auch ein anderer Stammgast bestellt seinen Gin Tonic mit seinem neuen Lieblingsgin, den er mittlerweile bei uns gefunden hat.


P.S. Was macht der Plüsch-Löwe auf dem Bild?

Mittwoch, 2. September 2009

'Rodeo' Whiskey Sour

Einen Cocktail der Texas Week wollte ich ja noch hier vorstellen und zwar der Bestseller der Aktioskarte, der 'Rodeo' Whiskey Sour.
Ein Variation eines Klassikers, die zu Barbeque Gerichten und dergleichen recht gut passt.
Die Grundidee war etwas scharfes in dem Drink unterzubringen und das wurde mit getrockneten Chilischoten schnell gefunden. Zum süßen wollte ich noch etwas haben was passt und in der Küche bei so manchen Gerichten Verwendung hat in Kombination mit Chili - Honig (z.B.Honig-Chilikruste). Der Bourbon-Whiskey blieb natürlich gleich, aber zur Säure stiegen wir auf frischen Limettensaft um, der hier besser harmonierte. Genauso wie einen kleinen Schuss frischen Orangensaft, der zum Chili und Bourbon gut passte.
Schon hatten wir unseren 'Rodeo' Whiskey Sour, bei dem die Namensfindung danach die Hauptsache war.
Rezept:
6 cl Bourbon Whiskey (bei uns Four Roses)
3 BL Akazien-Blütenhonig
3 cl frischer Limettensaft
1 1/2 getrocknete Chilischoten
2 cl frischer Orangensaft
Erst den Honig ins Boston-Glas geben, dann den Whiskey und dann kurz rühren, bis sich der Honig aufgelöst hat. Dann alle anderen Zutaten pouren und mit Eis kräftig shaken. Per Double-Strain in einen vorgekühlten Tumbler mit 3-4 Eiswürfeln abseihen. Zur Deko reicht ein Sail mit Orange oder Limette, das noch etwas mit Honig benetzt wird.

Eine Andere Möglichkeit hat sich mein Kollege Sascha F. ausgedacht. Den Whiskey schon zu aromatisieren. Und zwar mit Honig, den Chilischoten und Orangenschale. Klappte auch wunderbar, spart bei der Zubereitung auch noch Zeit sieht in der Flasche immer extravagant aus (wurde eine Neue selben Formats genommen nach zweimaligem filtern). Hier kann ich das Rezept leider nicht wiedergeben, Ihr wisst schon altes Familiengeheimnis und so.

Dienstag, 25. August 2009

Batman & Robin - the Granini Warriors

Diesen Samstag so gegen halb zwei Uhr Morgends gab es bei uns in der Watt's Cocktailbar hier im beschaulichen Ettlingen doch wirklich auch mal so einen Vorfall, den man vielleicht eher von anderen Großstädten kennt und ihn mittlerweile Batman und Robin anerkennt.

Nun gut, es fing auch ganz harmlos an, wenn man das mal so sagen darf. Vier illustre Herren kamen rein(gestolpert), die ja schon beim 2ten Ettlinger Halbmarathon mitgemacht haben und deswegen nicht mehr ganz so gut auf den Beinen waren. Erst ne Runde Hoepfner Pils und Hefe, dann wollte der eine (der unumstößliche Anführer der Truppe, der die anderen drei immer wieder für die Leistung lobte) Long Island Ice Teas (immerhin nur halbe, Gott sei's gedankt).

Dann als wir einen Cocktail für einen anderen Tisch machten (Cosmopolitan übrigens), die Frage welchen Saft wir den benutzen.

Ab jetzt gings los:

Warum kein Granini, es sei doch besser, toller usw.
'Wir sind mit unserem Produkt Neu's zufrieden, selbe Qualität, besserer Preis!'
Nach mehreren Minuten weiteres Blablabla:
Aber wir von Granini ..
'Aha, Sie sind von Graníni, wunderbar, sagen Sie es doch gleich, wenn das für was Sie grade eintreten Ihr Arbeitgeber ist.'
Erst mal unverständnis bei dem getrunkenen/ ... Gesprächpartner.
Nach weiterem Gerede hin und her kam das Tasting, und haltet euch jetzt fest:
Den Orangensaft im Sex on the Beach rausschmecken, für absolute Connaisseure. Okay wir hatten keinen Granini da und die Gourmets mussten den Cocktail echt mit Neu's Orangensaft probieren, es schmeckte Ihnen.

Und immer wieder die ach so dumme Frage wieviel wir wollen, um auf Granini umzusteigen, den laber Rhabarber unsere Saftfirma (oder ist es jetzt eine Schubse) sei so schlecht und geht unter ...
Zitat von mir (bevor ich auf den Tisch gehauen habe und Ihnen weiteres gerede verboten habe)
'Leute, wenn Ihr einen Barkeeper anspricht, der was auf sich und seine Cocktails hält, arbeitet er mit frischen Säften, wie Limetten, -Zitronen, -Orangensaft. Was interessieren mich pasteurisierte Säfte? Und wenn Ananassaft oder Cranberrysaft, wenn an ein Markenprodukt hat, ist es eigentlich egal von wem.'
Oder irre ich mich?! Ich Bitte um Antwort.
Auch hier sei es gedankt, dass denen Ihr Taxi gleich darauf kam.
Ein weiterer Grund nur mit frischen Säften, oder nur klassische Cocktails ohne sowas anzubieten?!
Wahrscheinlich!
Oder doch auch noch ein Blindtasting zum Wodka Orange mit 5-10 verschiedenen Orangensäften, wo wirklich später unser Saft vom Feinkost Albrecht das rennen macht?

Dienstag, 18. August 2009

Texas Weeks

Dieser Post kommt jetzt einen Tag verspätet, aber ich hatte ja frei.
Aber das muss ich noch in fast eigener Sache loswerden.
Vom 16.08 - 30.08.2009 sind die TEXAS WEEKS im Watt's
2 Wochen lang tolle Gerichte vom BBQ-Grill in unserem Biergarten und aus der WaTT`s Küche, dazu das Special Spare Ribs "SATT", essen soviel Sie können für 11,80€.
Und passend dazu gibt es sommerlich erfrischende Whiskey-Drinks von mir aus der Cocktailbar.
Den einen, vielleicht auch anderen werde ich noch näher vorstellen.
Vorbeikommen lohnt sich, mal wieder!

www.watts.de

[Es heißt ja in letzter Zeit immer wieder, wenn jemand Werbung für etwas macht, in welcher Beziehung er zu dem Produkt oder dergleichen steht, damit die Sache Transparenz ist.
Da ich im Watt's der Chefbarkeeper bin, sei mir Werbung für meinen Betrieb und meine Bar und mich selbst gestattet.]

Sonntag, 16. August 2009

Virtous!?!

Vor längerer Zeit hat das 'Trinklaune' Blog das Carl Mertens 'Handbuch für Mixer" vorgestellt.
http://trinklaune.de/2009/04/05/ein-handbuch-fur-flussig-virtuosen/
Ich hab das selber noch nicht gelesen, fand aber die Zitate genial, allen voran natürlich dieses hier, welches ich inzwischen gerne zum Besten gebe:

"Der Schüttelbecher ist das Instrument des Virtuosen,
dessen Kunst sich in der Poesie des Trankes zeigt."

Wenn man diesen Spruch benutzt, bezeichnet man sich selber als Virtuose. Ziemlich anmaßend, nicht wahr?! Aber warum nicht, solange es vielleicht wirklich zutrifft. Also, was genau ist denn eigentlich ein Virtuose?

Nehmen wir am besten den entsprechenden Wikipedia-Artikel zur Erklärung:

Virtuose
aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
(Weitergeleitet von
Virtuos)
Wechseln zu:
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Ein Virtuose ist jemand, der eine bestimmte Fähigkeit bis zur
Perfektion oder mit Hilfe einer besonderen Technik beherrscht. Das Wort gelangte vom Lateinischen (virtus = Tugend) über das Italienische (virtuoso = fähig) ins Deutsche und bezeichnet allgemein eine besondere Geschicklichkeit und Fertigkeit im Ausführen bestimmter Tätigkeiten. In erster Linie wurde der Begriff für großartige Musiker und Sänger verwendet. Paganini war ein Virtuose auf der Geige, Liszt und Chopin am Klavier. Als heutige Virtuosen an der klassischen Gitarre seien beispielhaft Dominic Frasca oder die Musiker um Pepe Romero genannt. Bei der Viola da gamba ist es für viele der katalanische Gambist Jordi Savall.
In der populären Musik wird ein hohes spiel- und gesangstechnisches Niveau vor allem im
Jazz, Progressive Rock und im Hard Rock/Metal-Bereich geschätzt, siehe auch Shredding.
In der jüngeren Sprachentwicklung wurde die Bezeichnung von der Musik auf vielfältige andere Lebens- und Arbeitsbereiche übertragen: Man kann von „virtuosen Köchen“ ebenso sprechen wie von „Virtuosen an der Computertastatur“. Ein Virtuose hat seine
Fähigkeiten bis zur Meisterschaft entwickelt und steht damit im Gegensatz zum bloßen Dilettanten.
Musik wird zumeist als virtuos bezeichnet, wenn sie hohe Anforderungen an die technischen Fähigkeiten des Spielers stellt, z. B. hohes Spieltempo, schwierige Akkorde, große Sprünge, volles Ausnutzen des Tonumfanges.
Der Begriff „virtuos“ wird je nach Zusammenhang auch abwertend verwendet, beispielsweise um eine musikalische Aufführungspraxis zu beschreiben, bei der vor allem die technischen Fähigkeiten des Spielers zur Schau gestellt werden, die musikalische Qualität jedoch nur eine untergeordnete Rolle spielt.


Also kann man den Begriff auch an der Bar benutzen und einen Barkeeper als virtuos bezeichnen, wenn er technisch ausgereift arbeitet und hier Fähigkeiten zeigt, die Meisterlich sind. Z.B. mit einer Hand shaken und mit der anderen strainen. Oder sich mit Gästen unterhalten, während man zwei Cocktails jiggert und den einen rührt. Auch natürlich das zelebrieren von Cocktails kann ziemlich virtuos ausfallen, wenn man noch eine Orangenzeste flambiert oder dergleichen.

Das wichtigste natürlich sollte bei jedem Barkeeper, Mixologen oder eben Virtuosen immer noch der Gast sein. Denn hier kann man die Frage was war zuerst da "Das Ei oder das Huhn" klarer beantworten. Erst ist der Gast da, dann der Cocktail, den er bestellt.

Montag, 27. Juli 2009

Gin Basil Smash Royal


Champagnercocktails?! Ja es gibt sie wirklich und zwar schon seit einer langen Zeit. Einige Barkeeper kamen wirklich auf die Idee den bekanntesten, teuersten aller Schaumweine in Mixgetränke einzubauen. Obwohl Champagner doch an sich schon perfekt ist und es nicht nötig hat mit anderen Zutaten im Geschmack verändert zu werden.
Aber es ging ja schon mit Zuckerwürfel und Aromatic Bitters los und bis zum Seelbach Cocktail und French 75 war es dann auch nicht mehr weit. Da einen Smash mit Champagner aufzugießen ist gar nicht mal so abwegig wie man denken mag, eher dekadent könnte man vermuten.
Es funktioniert geschmacklich, optisch und ist doch einfach Trendy.

Hier das Rezept:

2 cl Tanqueray Ten Gin (still, a quality gin)
1 cl frischer Limettensaft
0,75 cl Rohrzuckersirup
7-8 Blatt Basilikum
Champagner

Vorgehensweise: dieselbe wie beim normalen Gin Basil Smash, muddlen, shaken und fine-strainen, diesmall in ein vorgekühlten Champagner-Kelch. Dann also mit Champagner aufgegossen (in dem Fall Veuve Cliquot) und ein Basilikum-Blatt als Garnitur ins Glas gegeben.
Und fertig ist der Gin Basil Smash Royal
(Den muss man sich mal mit rotem Basilikum vorstellen)

Mittwoch, 22. Juli 2009

Blue Monday

Wir im Watt's haben sehr oft Firmen zu Gast, zum Tagungsessen oder auch zu Feiern. Der neueste Trend bei Feiern ist anscheinend, dass die Firma einen Cocktail haben möchte, der in den Farben des Logos ist.
Wunderbar, in der großen weiten Welt der Sirupe und Liköre müsste sich ja auch immer etwas finden lassen.
Vor einem Monat dann der Wunsch "Blau, Alkoholfrei!" für den Empfang - Sehr schön, fallen alle Liköre weg und alles blauen Sirupe ergeben mit Saft eher grün. Am Ende entschied ich mich für eine Limonaden-Variante mit Blue-Curacao-Sirup, Zitronensaft, Vanillesirup, frischer Minze und Soda. Die andere Farbe des Logos war übrigens Orange - wäre wesentlich mehr machbar gewesen.

Nun gut nun hatten wir am Montag die nächste Firma zu Gast, die einen eigenen Cocktail haben wollte. "Blau und weiß" (nein wir reden nicht von Bayern), immerhin mit Alkohol, also kein Problem etwas zu finden, das zu den Vorgaben passt. Im Difford's Guide #8 geblättert und schon gefunden, den Cocktail Blue Monday - blau und der Name erst, wenn die Firma am Montag da ist. Dann einfach noch angeschlagene Sahne oben drauf geschichtet, wie beim White Russian und schon hatte man einen schönen Signature Drink für das 10 Jährige, getreu dem Motto "Erst ist der Cocktail blau, dann der Gast."

Blue Monday Special
4 cl Vodka
2 cl Bols Blue Curacao
1 cl Cointreau
1 cl Noilly Prat
2 Dashes Orange Bitters
Glas: Tumbler
Shaked and Strain
Angeschlagene Sahne geschichtet

Bei einer anderen Feier derselben Firma, bei der der Homepage-Launch gefeiert wurde, bot der Cocktailcaterer Ihnen den HWA-Web an mit folgendem Inhalt: Vodka, Bols Blue Curacao, Kokossirup, Sahne, Orangensaft, Ananassaft
Erinnert mich doch stark an den Swimming-Pool. So kann man es halt auch machen, aber fies wenn man dann sagt, dass der Cocktail extra für die Firma und das Event kreiert wurde.

Donnerstag, 16. Juli 2009

Ich hätt gern ...!

Im vorigen Post hatte ich ja das letzte Wochenende etwas zusammen gefasst. Da habe ich ja auch erwähnt, dass nicht jeder einen Gin Basil Smash bestellte, weil vielen es doch zu fremd war, oder in dem Moment nicht das richtige. Und man muss ehrlich sein, dass die Empfehlung, die wir oder du an diesem Abend hast noch so gut, abgefahren, kreativ oder einfach brilliant sein kann, es ist nur eine Empfehlung. Viele wissen doch schon längst was sie trinken wollen, wenn sie aus dem Haus gehen oder die Bar betreten:
"Ich hätte gerne ein Pils."
"Sehr gerne klein 0,3 oder Groß 0,4?"
"Klein, was haben sie für Pils?"
"Das Sortiment von Höpfner."
"Ah, sehr schön."
Ganz ehrlich, der Herr kannte zu dem Zeitpunkt die Brauerei Höpfner nicht im geringsten, aber wußte, was er wollte. Denn was man will bekommt man bei uns auch, sofern ich es machen kann, von den Zutaten und dergleichen (etwas mit frischen Früchten z.B. nur wenn sie Saison haben, im Winter nie eine Erdbeer-Margarita).
Aber (jetzt kommts), was wenn die Gäste Getränke bestellen, die so eigentlich nicht existieren:
"Eine Caipi" (das ich hätte gerne oder sonstige Höpflichkeitsflosken werden gleich weggelassen)
"Eine Caipirinha, aber gerne"
das sehr gerne wird komischerweise auch umgewandelt, aber der Cocktail mit ganzem Namen wiederholt, man will ja sicher gehen, ob wirklich die Caipirinha gemeint ist und nicht irgendetwas anderes, das der Gast gerne als Caipi abkürzt, könnte ja alles mögliche sein.
Denn wir bestellen unser Rumpsteak auch nicht mit dem Satz:
"Ein Rump bitte!"
oder
"Ein Schweizer!"
Was den bitte, war meine Frage vor kurzem zur Servicekraft, einen Schweizer Wurstsalat oder einen Schweizer Flammkuchen. Man sollte die Sachen bitte bei ihrem ganzen richtigen Namen nennen, denn meiner Meinung haben sie es verdient, insbesonder Namen von Getränken oder Speisen, die eine Übersetzung haben, wie bei der Caipirinha "die Bäuerin" oder der Pina Colada "gesiebte Ananas".
Auch wenn wir einen der absoluten Standarts bestellen, sollten wir es doch etwas genauer versuchen, da "ein Martini" mehr als nur der Wermut sein kann. Nichtsdestotrotz liegt es auch am Service da immer nachzufragen, weil wird doch keine Fehler oder Stornos machen wolle.
Doch abschließend möchte ich propagieren, das bestellte beim Namen zu nennen und zwar beim Ganzen, um alles einfacher zu machen und auch dem Gericht oder Getränkt zu huldigen.

Montag, 13. Juli 2009

Basil Smash Wochenende

So hier mal ein Bild der von der Watt's Cocktailbar am fürhen Abend und noch ne kleine Berichterstattung zum Wochenende:

Die schlechte Nachricht zum Anfang, ich habe über meinen Obst-Fachhändler leider doch keinen roten Basilikum bekommen und konnte deshalb nur die klassische Version in grüner Farbe anbieten.

Das gößte Problem beim anbieten, ist ohnehin weiterhin, das der Großteil unserer Gäste noch an Cocktails dieser Art rangeführt werden muss, getreu dem Spruch "Was der Bauer nicht kennt, isst er nicht!" Wer Zutaten hört, die er nicht kennt, oder sich nicht in einem Getränk vorstellen kann ist skeptisch. Einige vertrauen dann dem Barkeeper, weil er sie bisher ja auch nicht enttäuscht hat. Andere wollen, aber können innerlich doch nicht und bestellen doch etwas anderes oder eben wollten einfach eine Pina Colada oder dergleichen. Und wenn jemand einen Alkoholfreien Cocktail bestellen will, weil er oder sie noch fahren muss klappt es mit der Empfehlung auch nicht so ganz.

Zum Empfehlen war er an eine Tafel bei der Bar geschrieben und wurde mündlich mit Enthusiasmus dargepriesen, wozu ich am zweiten Tag an manchen Momenten nicht mehr ganz die Zeit hatte. Aber am Samstag dann noch etwas neues probieren konnte:

Den Gin Basil Smash als Sektcocktail-Version: vom Verhältnis weniger wurde in ein Sektglas gesteckt und dann kostengünstig und Trendgerecht mit Prosecco aufgegossen, wobei man natürlich auch Champagner oder Crèmant nehmen könnte, was wesentlich reizvoller wäre, aber auch teuerer, wird demnächst ein Rezept nachgereicht.

Resümierend bin ich aber soweit zufrieden mit dem Wochenende und der Aktionscocktail ging letzlich doch öfters über die Tresen als so manch anderer.

Was könnte man noch dazu schreiben? Natürlich das Rezept, das ich benutze:

6 cl Gin (Tanqueray Ten, a quality gin some would say in Hamburg, in Ettlingen they don't know him so well)
3 cl frischer Limettensaft
2 cl Zuckersirup (weißes Rohrzuckersirup, falls jemand vom Labor frägt)
2-3 Stängel Basilikum
Vorgehensweise: Limettensaft und Zuckersirup werden in den Glaspart des Boston Shakers eingeschenkt und der Basilikum dazu gegeben. Dann wird der Basilikum gut gestoßen/ gemuddelt oder einfach gesmasht, daher der Name. Dann gebe man noch den Gin dazu, Eiswürfel und Shaked das Ganze für 10 Sekunden. Man seiht dann mit über ein Teesieb in ein vorgekühltes Tumblerglas mit frischen Eiswürfeln ab und geben noch etwas Basilikum, ein Kopf oder zwei, drei Blätter mit ins Glas, damit der Duft auch in der Nase liegt.

Im Originalrezept des Smashes wird Zitronensaft verwendet, der in Form von Zitronenwedges mit den Kräutern und dem Sirup gemuddelt werden um den Saft zu bekommen. Da jede Zitrone, Limette immer einen unterschiedlichen Saftanteil hat ist das pressen mit Limettenzange wohl die sicherste Methode um die Balance zu wahren.





Montag, 6. Juli 2009

Gin Red Basil Smash

Die rotblättrige Basilikumsorte "Opal" ist bestellt, also dann:
Praktisch zum einjährigen Jubiläum des Gin Smash auf dem Bitters Blog gibt es am Freitag und Samstag (10/11.07.2009) exklusiv den Gin Red Basil Smash in der Watt's Cocktailbar!
Vorbeikommen lohnt sich, auch zum Essen, deswegen gibt des noch die Adresse:
Watt's Brasserie & Cocktailbar
Pforzheimer Straße 67
76275 Ettlingen
07243-7142000

Es ist natürlich schon von diesem Wochenende die Rede!

Gin Basil Smash


Machen wir fließend weiter:

Trend, Cocktails, Cuisine Style, Blog, ...

Wir haben auch noch Sommer, also was liegt näher

Danken wir Herrn Myr aus L Ln aus Hmbrg und machen einen "Gin Red Basil Smash"


Am Donnerstag den 10.07.2008 hatte Herr Meyer das erste mal auf dem Bitters Blog sein Rezept und die passende Gechichte gepostet. Seither hatten viele sich dem Cocktail angenommen und ihn als Aktion angeboten oder gleich auf die Karte gemacht.

In Ettlingen kommen einige Trendgetränke ja etwas später an, aber im April gab es dann auch den Gin Basil Smash auf mündliche Empfehlung bei mir im Watt's. Wenngleich ich gestehen muss, das ich Limettensaft benutze anstatt Zitronensaft (ihr wisst ja übersetzungsfehler). Wie immer sind ein paar erstmal skeptisch, andere wollten den Mozzarella und die Tomate dazu, aber allen hat es natürlich geschmeckt. Und da man im Zweifel den Cocktail lieber rot machen sollte ist der Gin Red Basil Smash die nächste Stufe.